1. April 2013

LICHT IN ROM? JJK


Unglaublich aber wahr:
Die Fußwaschung bei Frauen empört konservative Katholiken!

Da Papst Franziskus I. bei der traditionellen österlichen
Fußwaschung am Gründonnerstag in der Jugendhaftanstalt
Casal del Marmo einer serbischen Muslimin und einer italienischen
Katholiken diese zuteilwerden ließ, gehen die Wogen hoch.

Haben die konservativen Christen, die „Bewahrer“ (vom Lateinischen
conservatius – erhaltend, bewahrend) wirklich keine anderen Sorgen,
als jeden Duft der Frauen zu meiden? Arme alte Kirche.

Der Papst hat sich durch die Annahme dieses Amtes wirklich
ein Kreuz aufgeladen. Nicht das des vermeintlichen Kirchengründers,
der den angeblichen Kreuzestod erlegen ist, nein, sondern das Kreuz
jener  Katholiken, die nur eines kennen:
Bewahren und Erstarren und die um Jahrhunderte
in der falschen Zeit geboren sind.

Was machen die solcherart Frommen erst, so dieser oder irgendein
anderer Papst den Zölibat, die Ehelosigkeit seiner Priester,
abschafft? Oder wie wären diese Gläubigen mit Jesus umgesprungen,
so sie seiner Salbung durch Maria Magdalena, seiner Frau,
in der Bibel jedoch als Hure dargestellt, beigewohnt hätten?

„Man wandert besser allein als in schlechter Gesellschaft“,
sagt eine Weisheit aus dem Senegal.
Vielleicht liegt das Heil der römischen Kirche ja darin,
zu schrumpfen und sich den ursprünglichen Lehren zuzuwenden,
denn kein Jesu-Wort, in der ohnedies gefälschten Bibel,
rechtfertigt den Umgang der Kirche mit den Frauen.

Die Kirche, das steht fest, fürchtet sich seit ihrem Bestehen
vor der weiblichen Energie, wie der Teufel vor dem Weihwasser.

Jedoch der neue Papst ist daran, den „Duft der Frauen“ zuzulassen.
Im Konklave  - so steht es in dieser gezielt veröffentlichten
Rede - las Jorge Mario Bergoglio den Kardinälen die Leviten und
sprach vom „Geist des theologischen Narzissmus“, von einer
„egozentrischen Kirche, die „Jesus für sich drinnen“
beansprucht.

Jesus für ein paar schrullige und altfromme Katholiken,
ohne Bezug zum wirklichen Leben der Menschen?
Mit diesem Papst scheinbar nicht.

Ist also Franziskus I. der von vielen Katholiken ersehnte
„Lichtbringer“ für eine - trotz Schöpfungsgeschichte – immer
noch in tiefer Finsternis lebende Kirche?

Ja, wenn er seinen Gesten Taten folgen lässt
und wenn er das überlebt. Was der Kirche und allen
Menschen aus ganzem Herzen zu wünschen ist, denn:

„Es werde Licht“ (Genesis 1,3), gilt auch für die
Kirche Roms und der weltweit 1,2 Milliarden Katholiken.

Und im Übrigen fordere ich das bedingungslose
Grundeinkommen als Geburtsrecht für alle Menschen von 0-99.

Jahn J Kassl



Dieser "Kommentar" erging als "Leserbrief" an sämtliche Tageszeitungen
und Wochenmagazine in Österreich, Deutschland und der Schweiz.



Neuer Papst, was nun? - Jahn J Kassl:
http://lichtweltverlag.blogspot.co.at/2013/03/neuer-papst-was-nun-jjk.html